Aktuelle Preistrends

Auf energiepreistrends.de finden Sie Auswertungen und Analysen zu Haushaltsstrom- und Gaspreisen. Zeitliche Entwicklungen dieser Preise helfen Ihnen dabei, in diesem wettbewerbsintensiven Segment der Energiewirtschaft auf dem letzten Stand zu bleiben und Schlussfolgerungen für eigene Bedürfnisse zu ziehen.

Im folgenden Abschnitt werden die aktuell wichtigsten Preisentwicklungen zusammengefasst. Die Abbildungen zeigen meist Verläufe über einen jährlichen Zeitraum. Kürzere Zeiträume lassen sich einblenden, indem man einen Bereich der Kurve markiert. Alle Abbildungen werden täglich aktualisiert.

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Deutsche Haushaltspreise für Strom im zeitlichen Verlauf

Die Abbildung zeigt die durchschnittliche Strompreisentwicklung für Haushalte mit einem Verbrauch von 3.500 kWh im Jahr. Für die Berechnung wurden die 20 günstigsten Tarife auf wichtigen Vergleichsportalen herangezogen. Als Referenz dienten die von der Stiftung Warentest empfohlenen Einstellungen für Vergleichsportale ( → siehe Preisberechnung ).

Ende 2016 beginnt ein starker Anstieg der Preise ausgehend von ca. 24,5 Cent/kWh um 9% auf ca. 27 Cent/kWh. Preistreibend wirkte zum einen der Anstieg bei der Ökostromumlage (EEG-Umlage ) von 6,35 Cent/kWh auf 6,88 Cent/kWh für 2017. Andererseits war ab September 2016 ein deutlicher Anstieg der Großhandelspreise für Strom für die kommenden 12 Monate zu verzeichnen (siehe Abbildung → Terminpreise kommende 12 Monate - Strom ). Die Großhandelspreise ließen zwar im Dezember wieder deutlich nach, die Verbraucherpreise blieben jedoch auf höherem Niveau.

Allein in 2017 schwanken die Preise noch deutlich (zum Zoomen bitte Bereich im Diagramm markieren) innerhalb einer Spanne von 0,5 Cent/kWh. Anfang 2016 lag diese Schwankungsbreite jedoch noch bei über 1 Cent/kWh. .

Deutsche Haushaltspreise für Gas im zeitlichen Verlauf

Die Abbildung zeigt die durchschnittliche Gaspreisentwicklung für Haushalte mit einem Verbrauch von 5.000 kWh im Jahr. Für die Berechnung wurden die 20 günstigsten Tarife auf wichtigen Vergleichsportalen herangezogen. Als Referenz dienten die von der Stiftung Warentest empfohlenen Einstellungen für Vergleichsportale (→ siehe Preisberechnung ).

Obwohl die dargestellte Grafik sich auf günstige Tarife bezieht, sind bei diesen im Durchschnitt innerhalb der letzten 12 Monate deutliche Schwankungen mit Preisbewegungen von über 10% zu verzeichnen. Lag der aufgezeigte Preisindex im Oktober 2016 noch bei ca. 5,7 Cent/kWh, stieg er im Januar 2017 auf ca. 6,3 Cent/kWh an. Erklären lässt sich dies mit einem deutlichen Anstieg der Großhandelspreise im selben Zeitraum mit einem Preistief im September und einem Preishoch im Januar (siehe Abbildung → Terminpreise kommende 12 Monate - Gas ). Die deutlich gesunkenen Großhandelspreise seit Anfang des Jahres 2017 sind in den Haushaltspreisen bisher nur teilweise erkennbar.

Anbieter im Vergleich

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Einsparpotenzial beim Stromanbieterwechsel

Das Einsparpotenzial beim Stromanbieterwechsel ergibt sich aus den günstigsten 20 Stromtarifen (siehe oben) im Vergleich zur Preisentwicklung der jeweiligen Grundversorger. Dies ist erneut am Beispiel eines Dreipersonenhaushalts mit 3.500 kWh Jahresverbrauch berechnet. Bonuszahlungen wurden dabei vernachlässigt. Deutlich erkennbar ist, dass sich das Einsparpotenzial in den letzten 12 Monaten deutlich reduziert hat. Günstige Anbieter sind enger an die Großhandelspreise gekoppelt und können mit ihren geringeren Margen stark steigende Einkaufspreise im Großhandel weniger leicht abfedern. Grundversorger haben es mit ihren höheren Margen leichter, Kostensteigerungen aufzufangen, zudem passen sie ihre Tarife deutlich seltener an.

Einsparpotenzial beim Gasanbieterwechsel

Wie auch beim Stromanbieterwechsel hängt das aufgezeigte Potenzial beim Gasanbieterwechsel einerseits von den 20 günstigsten Gastarifen ab (siehe oben), andererseits ergibt es sich aus der Preisentwicklung der jeweiligen Grundversorger. Auch hier ist das Einsparpotenzial am Beispiel eines kleineren Haushalts mit 5.000 kWh Jahresverbrauch aufgezeigt. Bonuszahlungen sind vernachlässigt worden. Es zeigt sich, dass das Einsparpotenzial für einen Gasanbieterwechsel in den letzten Monaten tendenziell gesunken ist: Konnte man mit einem Wechsel im letzten Jahr noch über 150 € im Jahr einsparen, sind es aktuell nur noch ca. 100 €.

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Terminpreise kommende 12 Monate - Strom

Am Terminmarkt für Strom lässt sich bereits heute der Strom für die kommenden 12 Monate beschaffen. Die Abbildung zeigt (rollierend) die Preisentwicklung der aktuell gehandelten nächsten 4 Quartals-Kontrakte. Diese Preise hängen von den Erwartungen der Marktteilnehmer zu diversen fundamentalen Faktoren wie Verbrauchsentwicklung, Wettersituation und Veränderung der Erzeugungsstruktur und deren Brennstoffpreisen ab.

Terminpreise kommende 12 Monate - Gas

Auch Gas lässt sich auf Termin handeln: Es kann bereits heute der Gasbedarf für die kommenden 12 Monate beschafft werden. Die Abbildung zeigt die tägliche Veränderung dieses Beschaffungspreises. Auch hier wurden für die Berechnung dieses Indexes die jeweils kommenden 4 Quartals-Kontrakte am Terminmarkt (rollierend) herangezogen.

Zur Berechnung des Preisindexes

Zur Preisberechnung wurden die deutschlandweit 20 günstigsten Strom- und Gastarife auf wichtigen Vergleichsportalen über einen Zeitraum von über einem Jahr gesammelt. Dafür wurden die Einstellungen auf den Portalen vorgenommen, die von der Stiftung Warentest empfohlen werden. Stiftung Warentest empfiehlt beispielsweise Bonuszahlungen bei Tarifvergleich zu vernachlässigen. Weiterhin sollte beispielsweise eine Preisbindung von einem Jahr und eine monatliche Kündigungsfrist nach Ablauf des ersten Vertragsjahres angegeben werden. Einige Vergleichsportale bieten bei Ihren Einstellungen die eine Option „Stiftung Warentest Einstellungen“ direkt an.

Um einen repräsentativen Preisindex für ganz Deutschland aufzeigen zu können, wurden die Daten für 4 unterschiedliche Standorte erhoben (Berlin, Hamburg, München und Köln) und daraus der Mittelwert gebildet. Angesetzt wurde ein jährlicher Verbrauch von 3.500 kWh für Strom und 5.000 kWh für Gas.

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